Als Inhaber eines Geschäfts mit vielen auf Stundenbasis bezahlten Arbeitskräften ist man es wahrscheinlich gewohnt, häufig neuen Stellenanzeigen schalten zu müssen.

Das liegt vor allem daran, dass bei Stundenkräften eine vergleichsweise hohe Fluktuation herrscht. Oft rekrutiert sich dieses Personal aus Studenten, Erziehenden oder Arbeitnehmern, die einen Zweitjob auf Stundenbasis suchen. Sie alle eint, dass sie aufgrund anderweitiger Verpflichtungen häufig keine festen Dienstpläne einhalten können. Hinzu kommt, dass sie bei Veränderungen ihrer persönlichen Situation relativ schnell in einen Job wechseln, der ihren Verhältnissen besser entspricht.

Für den Geschäftsinhaber heißt das, sich immer wieder um neues Personal zu kümmern. Was liegt da näher, als auf eine früher bereits geschaltete Anzeige zurückzugreifen, werden sich manche Manager fragen. Schließlich spart man auf diese Art eine Menge Zeit. Der Vorteil dieser scheinbar so einfachen Variante trügt jedoch, insbesondere wenn die Fluktuation auf der Position hoch ist. Warum? Überlegen Sie einmal, warum das Personal so häufig wechselt. Sicher, eine Veränderung der persönlichen oder beruflichen Umstände kann ein Grund dafür sein. Muss aber nicht, denn vielleicht sind die Kündigungen Ihrer Teilzeitmitarbeiter ganz anders motiviert. Beispielsweise können falsche Erwartungen an den Job, die übertragenen Aufgaben oder die Hierarchie im Team Auslöser der Kündigung sein. Grund für die Enttäuschung können falsche Vorstellungen aufgrund einer schlecht oder unpräzise formulierten Stellenanzeige sein. Deshalb ist es ratsam, jede neue Annonce gut zu planen. Zur Orientierung und Anregung finden sich online vielfältige Beispiele, wie eine gute Anzeige zu gestalten ist.

 

Präzisere Anzeige für ein besseres Bewerberfeld

Noch vor der Formulierung der Suchanzeige sollten Sie sich Gedanken über das Anforderungsprofil der Position und Ihre persönlichen Erwartungen an den Bewerber machen. Je genauer Sie Ihre Vorstellungen in der Annonce ausdrücken, desto kleiner wird das Feld der potentiellen Kandidaten. Was auf den ersten Blick nicht gerade erstrebenswert erscheint, hat jedoch einen großen Vorteil: Durch den schrumpfenden Bewerberkreis werden Sie zwar weniger, dafür aber qualifiziertere Angebote bekommen. So müssen Sie sich nicht durch haufenweise unpassende Bewerbungen lesen, die aufgrund einer zu allgemeinen Ausschreibung bei Ihnen auf dem Tisch gelandet wären. Dazu werden Sie weniger Gespräche mit den Kandidaten führen und dadurch viel von der Zeit einsparen, die Sie in die aufwändigere Planung und Formulierung der Anzeige investiert haben.

 

Was die Stellenanzeige enthalten sollte

Am wichtigsten ist ein eindeutiger, sich im besten Fall selbst erklärender Anzeigentitel, in dem der potentielle Bewerber sofort erkennt, um was für eine Stelle es sich grundsätzlich handelt. Darüber hinaus sollte eine gute Stellenanzeige die „fünf W“ enthalten:

  • Wir sind – knappe Darstellung Ihres Unternehmens
  • Wir suchen – möglichst präzise Stellenbeschreibung
  • Wir erwarten – Anforderungen an den Bewerber
  • Wir bieten – Konditionen des Angebots, Entwicklungsmöglichkeiten, Zusatzleistungen
  • Wir bitten um – Auflistung der geforderten Anlagen (Zeugnisse etc.)

Beschreiben Sie ruhig Ihre Idealbesetzung für die ausgeschriebene Position. Neben Qualifikationen und Berufserfahrung können auch persönliche Eigenschaften, auf die Sie Wert legen, dazu gehören. Wichtig ist dies beispielsweise in Serviceberufen, in der Gastronomie oder auch im Pflegedienst; alles Jobs, bei denen es besonders auf zwischenmenschliche Qualitäten wie Empathie und soziale Kompetenz ankommt.

Vergessen Sie bei der Suche nach Teilzeitkräften nicht zu erwähnen, dass Sie für die ausgeschriebene Position flexible Arbeitszeitlösungen anbieten, denn diese sind bei dem beworbenen Personenkreis ausschlaggebend für ein tiefergehendes Interesse an dem offerierten Job.

 

Die erfolgreiche Stellenanzeige formulieren

Neben den inhaltlichen Aspekten ist die Formulierung des Textes ausschlaggebend für den Erfolg Ihrer Suche. Bedenken Sie, dass Ihre Anzeige wie eine Visitenkarte Ihres Unternehmens wirkt und Sie im Konkurrenzkampf um fähige Mitarbeiter zuerst einmal selbst mit einer gelungenen Anzeige um diese werben müssen. Setzen Sie bei der Formulierung auf eine klare Sprache und verzichten Sie auf lange, verschachtelte Sätze oder die Nutzung zu vieler Fremdwörter: All das kann Bewerber verwirren und den Aussagekern der Anzeige verschleiern.

Besonders auf der sprachlichen Ebene lässt sich viel bewegen. Generell sollte sich die Anzeige von Stil und Wortwahl her an Ihrer Branche und der inserierten Position orientieren. Die Suche nach einem Barkeeper in einem Club wird sicherlich anders formuliert, als die Suche nach einer Pflegekraft in einem Seniorenheim. Wenn Sie auf der Suche nach vergleichbaren Angeboten (beispielsweise aus der Gastronomie oder dem Pflegedienst) sind, finden Sie in den entsprechenden Portalen eine große Bandbreite an Anzeigen.

Sie sollten darüber hinaus bedenken, stets dem jeweiligen Medium gerecht zu werden. Wenn die Annonce über Social Media-Kanäle geschaltet wird, kann sie knapper gehalten werden, als wenn es sich um eine Anzeige in einer Zeitung oder einem Branchenblatt handelt. Dies liegt darin begründet, dass der Interessent über die Zusatzinformationen einer Facebook-Seite oder eines Xing-Profils sehr viel mehr über das Unternehmen erfährt, als wenn er lediglich die gedruckte Anzeige liest.

 

Zusammenfassung

Für die Gestaltung einer erfolgreichen Anzeige sollten Sie insbesondere folgende Punkte berücksichtigen:

  • Formulieren Sie eine aussagekräftige und eindeutige Titelzeile
  • Erwähnen Sie sämtliche inhaltliche und persönliche Anforderungen
  • Schreiben Sie in einem Ihrem Unternehmen entsprechenden Stil
  • Treffen Sie den für Ihre Bewerber passenden Ton
  • Halten Sie sich kurz

Letztendlich geht es bei einer erfolgreichen Stellenanzeige darum, bei den richtigen Kandidaten Interesse zu wecken und sie dazu zu bringen, sich bei Ihnen zu bewerben. Ausdruck, Wortwahl und Stil müssen passen, um dem Interessenten den Job schmackhaft zu machen. Gelingt Ihnen das, kommen Sie Ihrem Wunschkandidaten bedeutend näher. Und das mit der Aussicht, dass dieser länger bei Ihnen bleibt.

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