Woran denken Sie, wenn Sie das Wort Teambuilding hören?

Vielleicht fallen Ihnen sofort die typischen Eisbrecher-Fragen ein, die oft beim ersten Meeting mit neuen Kollegen gestellt werden.

Oder aber Sie erinnern sich an den unangenehmen Moment, als während einer typischen Aktivität im Teambuilding-Workshop einer Ihrer Kollegen sich rückwärts und voller Vertrauen in Ihre Arme fallen ließ, Sie ihn aber nicht rechtzeitig aufgefangen haben?

Wer bereits ein paar Jahre in der Arbeitswelt verbracht hat, musste sich sicher schon mindestens einer dieser unangenehmen, grenzwertigen oder auch extrem langweiligen Methoden mit dem Ziel des Teambuildings unterziehen.

Viele von uns haben also schon Erfahrungen mit Teambuilding-Maßnahmen gemacht oder zumindest eine Ahnung davon, wie diese aussehen können. Wesentlich unklarer hingegen ist oft das konkrete Ziel dieser Maßnahmen sowie die Antwort auf die Frage, wie Geschäftsführer, Manager und Vorgesetzte diese wirklich effektiv einsetzen.

Genau darum soll es in diesem Leitfaden gehen, welcher folgende wichtige Fragen rund um das Thema Teambuilding beantwortet:

  • Was genau ist Teambuilding?
  • Warum ist es für Unternehmen und Teams so wichtig?
  • Welche Ansätze gibt es?
  • Welche Phasen werden beim Aufbau eines Teams durchlaufen?
  • Was sind konkrete Teambuilding-Maßnahmen?

Was genau ist Teambuilding?

Teambuilding ist ein Prozess, bei dem Methoden und Maßnahmen eingesetzt werden, um aus einer Gruppe von Einzelpersonen ein funktionierendes Team zu machen.

Dieser Prozess kann jedoch unterschiedlich aussehen – abhängig davon, ob es um ein bereits bestehendes Team geht oder aus einer neuen Gruppe von Mitarbeitern ein Team geformt werden soll (meist für ein spezifisches Projekt, beispielsweise eine Veranstaltung).

Als Grundlage für ein effektives Teambuilding sollten Sie zunächst die verschiedenen Beziehungen, die innerhalb eines Teams bestehen, kennen:

  1. Die Beziehung zwischen den einzelnen Mitgliedern des Teams.
  2. Die Beziehung im Team als Ganzes.

Teambuilding kann auf viele unterschiedliche Arten umgesetzt werden. Grundsätzlich gibt es aber zwei Haupttypen, die wir hier jeweils mit Beispielen aufführen:

Aktives Teambuilding Passives Teambuilding
  • Sessions, bei denen die Teilnehmer gemeinsam an Aufgaben- und Zielstellungen arbeiten
  • Jährliche oder vierteljährliche Events
  • Workshops oder Ausflüge
  • Übungen und Aufgaben rund um die jeweiligen Persönlichkeiten, um mehr übereinander zu erfahren
  • Gemeinsame Teamkultur und geteilte Visionen
  • Rituale (tägliche Standups, Kick-Off-Meetings, Einzelmeetings usw.)
  • Peer-to-Peer-Coaching
  • Entsprechende Tools als Unterstützung bei der Zusammenarbeit und dem Projektmanagement (z.B. Slack, Planday)

Warum ist Teambuilding für Unternehmen und Teams so wichtig?

Um erfolgreich einen Betrieb zu führen, gilt es, viele Dinge gleichzeitig im Blick zu behalten: die Umsetzung von Kampagnen, die Erreichung der Unternehmensziele, die Kostenkontrolle, die Priorisierung und Delegation von Aufgaben.

Bei alldem rutscht der Fokus auf die Arbeitsmoral und den Zusammenhalt des Teams auf der Prioritätenliste oft ganz nach unten. Denn für den Erfolg eines Unternehmens scheinen in erster Linie erst einmal andere Dinge entscheidend zu sein.

Dabei gilt aber schon immer: Ein Unternehmen ist nur so gut, wie die Leute, die für dieses Unternehmen arbeiten.

Die guten Neuigkeiten sind also: Wenn Sie Teambuilding zu einem integralen Bestandteil Ihrer Unternehmenskultur machen, beeinflussen Sie die Arbeitsmoral sowie die Produktivität Ihrer Mitarbeiter positiv und steigern so den Erfolg. Positiver Nebeneffekt: Das Spielzimmer mit Kicker und Co. oder auch die kostenlosen Massagen für Mitarbeiter können Sie sich dann sparen (obwohl diese klassischen Mitarbeiter-Benefits sicher auch nicht schaden).

Die Vorteile des Teambuildings


Bevor wir gleich in die Vorteile des Teambuildings eintauchen, sollten noch zwei wichtige Punkte erwähnt werden:

Keine zwei Mitarbeiter sind gleich

Innerhalb eines Teams kommen Menschen zusammen, die allesamt einzigartig sind, und eigene Ziele, Meinungen, Erfahrungen, Hintergründe und Werte haben.

Jeder hat dabei seine eigenen Stärken, Schwächen und Vorstellungen, wie eine gute Zusammenarbeit aussieht. Während einige offen für eine ehrliche, eventuell sogar konfrontative Kommunikation sind, schrecken andere schon vor kleinsten Disharmonien oder Konflikten zurück.

Keine zwei Teams sind gleich

Die meisten Teams tun das, wofür sie grundlegend geschaffen wurden: Sie arbeiten zusammen. Die besten Teams allerdings machen viel mehr als das. Sie haben Spaß zusammen, arbeiten effizienter und erreichen mehr als nur die gesetzten Ziele.

Solche Teams zeichnen sich durch drei Merkmale aus:

  1. Transparenz
  2. Vertrauen
  3. Der Wille jedes einzelnen Teammitgliedes, gesetzte (oder darüber hinausgehende) Ziele zu erreichen.

Diese Merkmale entstehen nicht durch Zufall. Sie lassen sich durch Maßnahmen und Methoden fördern, die unserem Hauptthema – dem Teambuilding – zugeordnet werden.

Im Folgenden präsentieren wir einige Vorteile des Teambuildings:

  1. Teambuilding steigert die Moral

Untersuchungen zeigen immer wieder, dass das Gefühl von Teamzugehörigkeit positive Auswirkungen hat:

  • Steigerung der Produktivität um bis zu 17%
  • Steigerung der Umsätze um bis zu 20%
  • Reduzierung der Arbeitsausfälle um bis zu 41%

Eine Umfrage von Slack ergab zudem, dass zwar die Prioritäten von Mitarbeitern und ihrem Unternehmen übereinstimmen („Gewinn erzielen“, „Effizienz“), es jedoch eine Diskrepanz zwischen den jeweiligen Werten gibt.

Arbeitnehmer glauben oft, dass ihr Unternehmen vorrangig Wert auf Innovation legt, während sie selbst finden, dass Werte wie „Teamzugehörigkeit“ oder „gute Zusammenarbeit“ an erster Stelle stehen sollten.

  1. Teambuilding hilft neuen Mitarbeitern oder Teams, sich besser kennenzulernen

Teambuilding unterstützt also dabei, dass

  • neu zusammengesetzte Teams und ihre Mitglieder wesentlich schneller eine Beziehung zueinander aufbauen
  • bereits bestehende Teams nach Problemen innerhalb des Teams (besondere Herausforderungen, persönliche/berufliche Konflikte) wieder zueinanderfinden
  • neue Teammitglieder bedeutend schneller integriert werden

Verständlicherweise erwarten Sie, dass jedes Teammitglied gut mit den jeweils anderen zusammenarbeiten kann. Dieser Zustand kann allerdings nur erreicht werden, indem das Team zusammenwächst. Dafür müssen sich die Mitglieder gut genug kennen, ihre Fähigkeiten gegenseitig richtig einschätzen und einander vertrauen. So entwickeln sie selbst die Motivation, durch ihre eigene Leistung zum Erfolg des Teams beitragen zu wollen.

Falls Bedenken aufkommen, dass Bemühungen für eine bessere Beziehung zwischen den Teammitgliedern zum Scheitern verurteilt sein könnten (denn an jedem Arbeitsplatz bilden sich automatisch auch Grüppchen), können wir Sie beruhigen. Denn tatsächlich ist dies nicht der Fall.

  1. Teambuilding schafft ein Gefühl der Sicherheit, durch das großartige Ideen entstehen können

Vor einigen Jahren wollte Google herausfinden, was genau seine Teams so effektiv macht. In unzähligen Interviews mit Mitarbeitern wurde die psychologische Sicherheit als wichtigster Faktor identifiziert.

Doch was genau bedeutet der Begriff?

Er wurde an der Harvard Business School definiert und beschreibt das Gefühl von Sicherheit innerhalb des Teams, die eigene Meinung, Fragen, Ideen oder Bedenken äußern zu können, ohne dafür vom Team mit Kritik, Ausgrenzung o.ä. bestraft zu werden.

So äußert sich psychologische Sicherheit am Arbeitsplatz:

  • Teammitglieder fühlen sich wohl, wenn sie in Besprechungen nachhaken, sobald sie etwas nicht verstehen
  • Teammitglieder fühlen sich sicher, wenn sie eine gegensätzliche Meinung zu einem bestimmten Thema haben oder Kritik hinsichtlich der Arbeitsweise äußern
  • Teammitglieder fühlen sich nicht schuldig, wenn ihnen bei der Arbeit ein Versehen oder Fehler passiert
  • Teammitglieder fühlen sich ermutigt, sich gegenseitig um Hilfe zu bitten

Aber wie genau erreichen Sie und Ihr Team diesen Zustand der psychologischen Sicherheit? Richtig – indem das Teambuilding zu einer strategischen Priorität wird.

  1. Teambuilding hilft, herauszufinden, wie Mitglieder die Stärken der anderen nutzen können

Anstatt ausschließlich Anweisungen von oben auszuführen, sollten Teams ermächtigt werden, selbst Lösungen zur Überwindung von Hindernissen zu entwickeln.

So entsteht genug Raum, um selbständig und kreativ zu denken, Ideen zu entwickeln, Fähigkeiten sowie den kollektiven Erfolg zu erkennen und über sich hinauszuwachsen.

Die vier Ansätze des Teambuildings

Die Ansätze für ein erfolgreiches Teambuilding können divers sein. Eine der bekanntesten Methoden  wird im Buch Handbook for Human Factors and Ergonomics vorgestellt:

– Zielsetzung

– Zwischenmenschliche Beziehungen

– Rollendefinition

– Problemlösung

Nehmen wir diese vier Bestandteile noch etwas genauer unter die Lupe:

  1. Gemeinsame Zielsetzung des Teams

Manager und Teamleiter sollten realistische und nachvollziehbare Ziele für ihr Team festlegen. Kriterien für diese Ziele: Sie sollen das Team motivieren, auf einzelne Rollen anwendbar sein und in Zusammenhang mit den übergeordneten Zielen des Unternehmens stehen.

Zudem sollten die gesetzten Ziele eine gesunde Balance zwischen herausfordernd und erreichbar darstellen sowie den SMART-Kriterien („spezifisch“, „messbar“, „aktivierend“, „realistisch“, „terminiert“) entsprechen.

  1. Zwischenmenschliche Beziehungen der Teammitglieder

Eine der wesentlichen Kompetenzen eines guten Managers/Teamleiters ist die Fähigkeit, ein gutes Verhältnis zwischen den Mitarbeitern innerhalb eines Teams entstehen zu lassen. Diese Beziehungen sollten auf gegenseitigem Vertrauen, Unterstützung und offener Kommunikation – drei der wichtigsten Komponenten für eine erfolgreiche Teamarbeit – beruhen.

Dabei kann sowohl passives als auch aktives Teambuilding die zwischenmenschlichen Beziehungen verbessern.

Natürlich kommen Konflikte zwischen Kollegen immer mal wieder vor und können wohl nie ganz vermieden werden. Wichtig ist allerdings, in solchen Fällen eine Lösung zu finden und den Konflikt mit einem positiven Ausgang zu beenden.

  1. Definition von Rollen


Einer der größten Killer für Moral und Produktivität am Arbeitsplatz ist der Mangel an Klarheit und Verständnis über die Rollen und Verantwortlichkeiten der einzelnen Teammitglieder. Deshalb schlagen wir hier eine Übung vor, die helfen soll, den Bereich jedes einzelnen Mitarbeiters besser zu verstehen:

Schritt 1. Jedes Teammitglied notiert seine Verantwortlichkeiten geordnet nach Priorität (beginnend mit der höchsten).

Schritt 2. Jedes Teammitglied schreibt für jeden der anderen Teammitglieder die jeweils drei wichtigsten Verantwortlichkeiten auf.

Schritt 3. Notieren Sie anhand dessen, welche Kernaufgaben von keinem oder mehreren Teammitgliedern abgedeckt werden.

Schritt 4. Vergleichen Sie die Notizen des Teams, um festzustellen, ob es Abweichungen in der Wahrnehmung der jeweiligen Verantwortlichkeiten gibt.

Schritt 5. Erstellen Sie ein RACI-Diagramm, um endgültige Klarheit über die Verantwortlichkeiten jedes einzelnen Teammitglieds zu schaffen und jede Rolle zu definieren.

  1. Teambasierte Problemlösung

Da Ziel sollte es sein, eine Kultur der kollaborativen Problemlösung im Team zu fördern. Probleme sollen dabei nicht als Hindernisse, sondern als Chancen gesehen werden.

Um dem Team dabei zu helfen, Erfahrungen in dieser Art der Problemlösung zu sammeln, können Situationen geschaffen werden, in denen das Team genau dies trainieren kann.

Loben und feiern Sie die Erfolge solcher Übungen. Denn Anerkennung ist der Schlüssel zur Stärkung des Teams.

Die unterschiedlichen Phasen der Teamentwicklung

Bruce Tuckman, Bildungspsychologe, identifizierte einen Prozess aus vier Phasen, den Teams durchlaufen müssen, um erfolgreich zu werden.

  1. Forming

In dieser Anfangsphase lernen die einzelnen Mitglieder sich kennen, vieles ist noch unbekannt, die Gruppe ist meist konfliktscheu. Da die Mitglieder zu diesem Zeitpunkt nach Führung und Autorität suchen, sollten Manager und/oder Teamleiter Orientierung geben, um die Einführung in dieser Zeit zu erleichtern.

  1. Storming

Diese Phase ist normalerweise die schwierigste im Teambildungsprozess. Sie startet, wenn aufgrund unterschiedlicher Arbeitsstile, Ideen und Perspektiven eine erste Trennung innerhalb der Gruppe stattfindet. Zu diesem Zeitpunkt gibt es verschiedene Meinungen darüber, wie die Gruppe mit aufkommenden Problemen umgehen soll.

Einige Teammitglieder kämpfen an diesem Punkt gegebenenfalls um eine Machtposition und stellen die persönliche Anerkennung über die Team-Moral. Als Folge fühlen sich andere meist demotiviert oder gestresst und ziehen sich zurück.

  1. Norming

Sind die Teams in dieser Phase angekommen, entwickeln sie ein besseres Gespür für den Grund und die Strategie, die ihren gemeinsamen Zielen zugrunde liegen. Der interne Wettbewerb um Anerkennung und Positionierung wird hinter sich gelassen, während gemeinsame Werte entstehen und die Zusammenarbeit vertieft wird.

In dieser Phase fangen Teammitglieder normalerweise an, sich wohlzufühlen, wenn sie andere um Hilfe bitten und Feedback zu den Projektergebnissen einholen.

  1. Performing

Jetzt können die Teammitglieder problemlos in gemeinsamen Projekten zusammenarbeiten. In dieser Phase sind Teammoral, Zusammenhalt, Vertrauen und Produktivität in der Regel am höchsten.

Während diese vier Phasen normalerweise nacheinander ablaufen, können sie sich gelegentlich überlappen oder rückwärts entwickeln, beispielsweise wenn ein neues Teammitglied dazukommt oder ein neues Projekt startet.

Mit welchen Übungen Sie aktives Teambuilding starten können

In unserer wettbewerbsgetriebenen Welt kann das Teambuilding über Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens entscheiden. Nachdem Sie also viel Arbeit in die Suche nach den passenden Mitarbeitern gesteckt haben, sollten Sie nun eine Arbeitsatmosphäre schaffen, die von gegenseitigem Respekt und Vertrauen unter den Teammitgliedern geprägt ist.

Dies ist keine leichte Aufgabe (weshalb Sie wahrscheinlich bereits bis hier hin gelesen haben). Ob Sie nun als Mitarbeiter für die Teambuilding-Aktivitäten verantwortlich sind oder als Teamleiter bzw. Manager nach neuen, spannenden Wegen suchen, Ihr Team zu stärken: Im Folgenden finden Sie einige Ideen, die Ihnen hoffentlich dabei helfen.

Teambuilding-Maßnahmen am Arbeitsplatz für jeden Tag

Die folgenden Teambuilding-Maßnahmen können ohne oder mit geringem Budget durchgeführt werden, ohne dass der Arbeitsalltag wesentlich gestört wird. Also testen Sie diese gerne gemeinsam mit Ihrem Team:

  • Zwei Wahrheiten, eine Lüge. Dieses Spiel hilft vor allem, das Eis innerhalb von Teams, die bisher noch nicht zusammengearbeitet haben, zu brechen und sich besser kennenzulernen. Es dauert etwa 15 Minuten und funktioniert folgendermaßen: Jedes Teammitglied stellt sich kurz vor und teilt drei Fakten über sich. Einer der drei Fakten ist allerdings eine Lüge. Anschließend darf sich die Gruppe besprechen und befragen, um herauszufinden, welcher der drei Fakten nicht wahr ist.
  • Die Eierfall-Challenge. Ein klassisches Problemlösungsspiel, bei dem das Team ein gemeinsames Ziel hat. Um dieses Ziel zu erreichen, muss sich das Team besprechen, diskutieren und eine Lösung entwickeln: Stellen Sie der Gruppe Werkzeug und verschiedene Materialien zur Verfügung. Daraus soll sie eine Lösung bauen, mit deren Hilfe ein rohes Ei bei einem Fall aus 2,50 Meter Höhe geschützt ist und nicht zerbricht. Geben Sie dem Team dafür eine halbe Stunde Zeit. Testen Sie die Lösung hinterher gemeinsam (wobei es nicht in erster Linie darum geht, ob sie funktioniert oder nicht).
  • Legomann. Dies ist ebenfalls ein schnelles Spiel, das die Kommunikation innerhalb des Teams trainieren soll. Alles was Sie brauchen: Legosteine. Teilen Sie Ihr Team in kleinere Gruppen von mindestens zwei Personen auf. Nun zeigen Sie ihnen eine kleine Legokonstruktion, die Sie vorher bereits angefertigt haben. Die Teams sollen die Konstruktion mit identischen Steinen (Größe und Farbe) in 15 Minuten nachbauen. Die besondere Herausforderung: Nur ein Mitglied eines jeden Teams darf sich die vorgegebene Legokonstruktion vorher anschauen.
  • Gordischer Knoten. Eine weitere Methode, um Mitarbeiter auf eine enge Zusammenarbeit vorzubereiten – im wahrsten Sinne des Wortes! Die Teammitglieder stellen sich in einem kleinen Kreis auf, schließen die Augen und strecken beide Arme nach vorne aus. Nun laufen sie (weiterhin mit geschlossenen Augen) Richtung Mitte des Kreises, bis sie mit jeder Hand die Hände eines anderen Teilnehmers greifen können. Nachdem nun alle ineinander verknotet sind, müssen sie versuchen, den menschlichen Knoten wieder zu lösen und einen perfekten Kreis zu bilden – ohne die Hände des anderen loszulassen.

Ausflüge als Teambuilding-Maßnahme

Von gemeinsamen Kochkursen bis zum Kunstunterricht: Es gibt viele originelle Möglichkeiten, Teambuilding auch außerhalb des Büros durchzuführen! Hier sind einige Ideen, die Ihren Mitarbeitern helfen sollen, sich besser kennenzulernen:

Business Retreats. Die Organisation eines Business Retreats ist natürlich etwas aufwendiger und durch Anreise und Unterbringung kostenintensiver. Nichtsdestotrotz sind sie eine besonders geeignete Maßnahme für Teams, die nicht täglich persönlich zusammenarbeiten. Bei der Planung eines solchen Retreats sollte besonders darauf geachtet werden, eine gute Balance zwischen strukturiertem Teambuilding-Programm und Freizeit herzustellen, damit die Teammitglieder auch auf informeller Ebene Zeit miteinander verbringen können.

Corporate Volunteering. Hierbei geben Sie Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, sich während der Arbeitszeit mit ihrem Know-How für gemeinnützige Projekte zu engagieren. Dies stärkt das Gefühl, die eigene Leistung sinnstiftend einbringen zu können und fördert so die Zufriedenheit. Zudem wirkt sich der gemeinsame Einsatz mit Kollegen positiv auf den Zusammenhalt im Team aus.

Escape Room. Eine besonders unterhaltsame Variante des klassischen Teambuildings. Escape Rooms sind quasi wie gemacht für die Stärkung eines Teams, da sie eine besonders gute Übung zur Problemlösung und Zusammenarbeit bieten. Sie eignen sich auch besonders gut, um eher zurückhaltende Teammitglieder zu aktivieren und dazu zu bringen, Ideen zu teilen.

Schnitzeljagd. Eine Schnitzeljagd ist eine perfekte Möglichkeit, die Teambindung zu stärken und gleichzeitig ein gesundes Wettbewerbsgefühl zu fördern. Für die hier vorgestellte Version wird das Team in kleinere Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe bekommt eine Liste mit Dingen, die sie außerhalb des Arbeitsplatzes und innerhalb einer bestimmten Zeit finden und fotografieren muss. Die Gruppe, die als erste alle Dinge von der Liste gefunden hat, gewinnt.

Teambewertungen

Teambewertungen. Methoden zur Teambewertung wie beispielsweise das Five Behaviors Model sollen den Mitarbeitern helfen, ihr Team-Level hinsichtlich Zusammenhalt und Kommunikation objektiv einzuschätzen.

Persönlichkeitstests. Auch Persönlichkeitstests können dem Team helfen, mehr über die Kommunikationsgewohnheiten sowie die Eigenschaften der einzelnen Mitglieder zu erfahren. So wird klarer, an welchen Stellen Konflikte oder auch starke Symbiosen entstehen können.

Einer der ältesten und bekanntesten Persönlichkeitstests ist der Myers-Briggs-Typenindikator, der Menschen in 16 unterschiedliche Persönlichkeitstypen mit ihren jeweiligen Stärken, Schwächen und Eigenschaften unterteilt. Ein weiterer, oft in der Arbeitswelt eingesetzter Persönlichkeitstest ist das DisC Assessment.

Hinweis: Die erwähnten Maßnahmen, Methoden und Tests kratzen lediglich an der Oberfläche der Möglichkeiten, die es für ein erfolgreiches Teambuilding gibt. Noch mehr Input und Ideen gibt es in unserem Teambuilding-Generator (auf Englisch). Dort finden Sie über 100 Teamaktivitäten, die Sie nach verschiedenen Kategorien wie Teamgröße, Budget und Dauer filtern können.

Inspirierende Zitate für Ihr Teambuilding

Erfolgreiche Unternehmen entstehen meist durch großartige Teams. Selbst wenn Sie die Besten der Besten einstellen, wird Sie das nicht zum Erfolg führen, solange die Teams nicht effektiv zusammenarbeiten. Neben den Methoden und Aktivitäten, die wir hier vorgestellt haben, lässt sich ein Team auch punktuell mit passenden Zitaten zur Teamarbeit inspirieren und motivieren, zum Beispiel:

  1. „Niemand ist perfekt. Aber ein Team kann es sein.” – Meredith Belbin
  2. „Willst du schnell gehen, geh allein. Willst du weit gehen, geh mit anderen zusammen.“ – Afrikanisches Sprichwort
  3. „Teamarbeit beginnt mit dem Aufbau von Vertrauen. Und der einzige Weg, dies zu erreichen, besteht darin, unser Bedürfnis nach Unverwundbarkeit zu überwinden.“ – Patrick Lencioni
  4. „Zusammenkommen ist ein Beginn, zusammenbleiben ist ein Fortschritt, zusammenarbeiten ist ein Erfolg.“ – Henry Ford
  5. „Eine Gruppe wird zu einem Team, wenn sich jedes Mitglied seiner selbst und seines Beitrags sicher genug ist, um die Fähigkeiten der anderen zu loben.“ – Norman Shidle
  6. „Großartige Arbeit wird nie von einer Person gemacht. Sie wird von einem Team gemacht.“ – Steve Jobs

Sie möchten die Teamarbeit in Ihrem Unternehmen stärken?

Dann sind Teambuilding-Maßnahmen ein Muss!

Ob drei oder 30 Mitarbeiter, ob enge Zusammenarbeit oder gelegentliche Kollaboration – das Teambuilding ist für alle Teamgrößen relevant. Betrachten Sie die Maßnahmen auch immer als Teil eines wichtigen Prozesses, nicht als amüsante Spiele oder etwas, das Sie jährlich auf Ihrer To-Do-Liste haben müssen.

Es mag zunächst einmal herausfordernd erscheinen, das Teambuilding im richtigen Maße zu etablieren. Wir hoffen aber, dass die Tipps aus diesem Leitfaden zu einer effizienten und erfolgreichen Zusammenarbeit beitragen. In diesem Sinne: Viel Spaß & Erfolg beim Teambuilding!


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