In der urbanen, digitalen Start-up-Welt gehört der Begriff der „Neuen Arbeit“ –New Work– längst ebenso zum Selbstverständnis, wie die schicke Kaffeemaschine und der wöchentlich angelieferte Obstkorb. Oder anders gesagt: Davon lässt sich niemand mehr vom Hocker reißen. Viele Gastronomen und Hoteliers haben hingegen noch nie davon gehört, obwohl sie längst zu den Profiteuren dieser neuen Arbeitskultur gehören: Café und Hotellobby sind heutzutage Arbeitsplätze, auch wenn weit und breit kein Vorgesetzter zu finden ist. Bisweilen gibt es den nicht einmal – selbstbestimmtes oder gleich selbstständiges Arbeiten ist eines der vielen Merkmale der New Work. Und doch längst nicht alles. Die Grundgedanken der New Work selbst aufzugreifen und auf die Arbeitsverhältnisse im eigenen Betrieb anzuwenden, darauf sind Gastronomen und Hoteliers bislang allerdings nur selten gekommen. Möglich ist das durchaus und von Nutzen ebenso, auch wenn Mitarbeiter im Service eines Cafés auf den ersten Blick nur wenig mit den Solo-Entrepreneuren zu tun haben, denen sie den Latte neben dem Macbook servieren. Die Nutzung einer Dienstplan app ist zum Beispiel eine Möglichkeit.

New Work – Was soll das sein?

Bevor es um das Potenzial der New Work in Gastronomie und Hotellerie geht, stellt sich zunächst die grundsätzliche Frage: Was ist das überhaupt, „Neue Arbeit“?

New Work bezeichnet zunächst einmal einen strukturellen Wandel der Arbeitswelt, sowohl wirtschaftlich, als letztlich auch kulturell. Der Begriff wurde vom Sozialphilosophen Prof. Dr. Frithjof Bergmann entwickelt und etabliert, er selbst hat auch ein Manifest verfasst, in dem er erläutert, was der Begriff seines Erachtens nach bedeutet. An dieser Stelle sei das Prinzip auf die wichtigsten Eckpunkte verkürzt:

  • Die Festanstellung ist nicht mehr die bestimmende, strukturelle Form der Arbeit. Selbstständige Arbeit gewinnt an Stellenwert. Karrieren verlaufen dadurch weniger geradlinig, weil eigene Werte wie Selbstbestimmtheit und Freiheit an Bedeutung gewinnen und das Arbeitsverhältnis sich an diesen Werten messen lassen muss.
  • Das Verhältnis von Freizeit und Arbeit sowie die Sinnhaftigkeit der Arbeit werden wichtiger.
  • Technologie und Digitalisierung schaffen neue Möglichkeiten, immer mehr Arbeit lässt sich digital und von jedem Ort aus verrichten.

Prof. Dr. Frithjof Bergmann führt die Begrifflichkeit noch weiter, versieht die New Work mit positiven Zielen wie dem Kampf gegen die Armut und dem Klimawandel. Diese Ziele machen nicht zuletzt auch die erwähnte „Sinnhaftigkeit“ der Arbeit aus.

New Work in Küche und Service?

Der Betreiber eines Restaurants hat zwar kaum Möglichkeit die Arbeit im Service oder in der Küche zu digitalisieren, doch zunutze machen kann er sich die Digitalisierung trotzdem. Einerseits um Nachhaltigkeit im Betriebs und Sinnhaftigkeit der Arbeit zu fördern, aber auch um die Freiheitsgrade der Mitarbeiter zu erhöhen. Mit digitalen Tools, die Einkauf und Abverkauf auswerten und letztlich auch prognostizieren, lässt sich zum Beispiel die Verschwendung von Lebensmitteln reduzieren. Mittels einer App wie „Too Good To Go“, die sich mittlerweile in zahlreichen Großstädten großer Beliebtheit erfreut, können übrig gebliebene Reste nach Küchenschluss für wenig Geld an Selbstabholer verkauft werden. Auch unsere Planday App für die Dienstplanung und Mitarbeiter-Zeiterfassung ist ein Baustein auf dem Weg in Richtung New Work: Denn per App hat jeder Mitarbeiter zu jeder Zeit und an jedem Ort Zugriff auf die Schichtplanung. Der Prozess der Personalplanung wird dadurch verschlankt, das Kommunikationsaufkommen minimiert und der Schichttausch vereinfacht. Das erlaubt den Mitarbeitern nicht nur selbstbestimmte und frustfreie Schichtplanung, sondern reduziert auch den Aufwand – kurzum: Stressreduzierung und mehr Freizeit in der arbeitsfreien Zeit, was der angesprochenen Work-Life-Balance zugute kommt.

Das soll an dieser Stelle für ein erstes Grundverständnis zum Thema New Work reichen. Der Begriff wird zukünftig sicherlich häufiger auftauchen. Haben Sie sich bereits selbst Gedanken zum Thema New Work gemacht und es in die Abläufe des eigenen Betriebs einfließen lassen? Lassen Sie es uns wissen, gute Ideen greifen wir gern auf. Denn New Work beinhaltet auch: Lieber gemeinsam profitieren, als eigenbrötlerisch im Konkurrenzkampf verharren.

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