Manche tun es gerne, aber es sind wenige: am Silvesterabend arbeiten. Gastronomen, die sich den zweifellos umsatzstärksten Abend vor der Neujahrsflaute nicht entgehen lassen möchten, sind auf einen gut gefüllten Schichtplan angewiesen. Denn eines ist klar: Wer seine Lokalität an Silvester öffnet, muss auch mit maximalem Gästeaufkommen rechnen. Aber um die gewinnbringende Optimierung des allgemein als stressig geltenden gastronomischen Abends soll es an dieser Stelle gar nicht gehen. Stattdessen geht es um kleine Aufmerksamkeiten gegenüber den Mitarbeitern, um ihren Abend im Dienst so angenehm wie möglich zu machen. Wer weiß, vielleicht fällt es im nächsten Jahr dann schon viel leichter, die benötigten Schichten zu besetzen.

Gute-Zusammenarbeit

Artist Dinner

In der Veranstaltungs-, und mehr noch in der Nightlife-Branche, gehört das sogenannte Artist Dinner zum guten Ton: Die für den Abend gebuchten Künstler werden vor Beginn zum Essen eingeladen. Nun sehen sich die Mitarbeiter im gastronomischen Service vielleicht nicht als Künstler, doch es gibt eine entscheidende Gemeinsamkeit: die von ihnen erwartete, großartige Performance – insbesondere am Silvesterabend. Ein gemeinsames Dinner mit dem Team, bevor der Stress losgeht, geht über Wertschätzung der Mitarbeiter und das Aufgreifen einer klassischen Silvester-Tradition hinaus, stellt es doch die reduzierte Version einer klassischen Team-Building-Maßnahme dar. Das Team tauscht sich aus, stimmt sich auf den anstehenden Abend ein und geht motiviert aus dem Silvester-Kick-off in die Arbeitsprozesse über.

Auch wenn ein solches Dinner nicht zustande kommt, zum Beispiel, weil die Schichten gestaffelt sind und zu unterschiedlichen Zeiten beginnen, sollte es selbstverständlich sein, dass auch die Mitarbeiter im Laufe des Abends von der Küche verköstigt werden. Wer hier über die bloße Verpflegung hinaus Wertschätzung zeigen möchte, gönnt den Mitarbeitern nicht nur, was gerade da und übrig ist, sondern plant von Vornherein jeweils ein Gastmenü pro Mitarbeiter mit ein – und hält den Personaltisch feierlich eingedeckt.

Mitarbeiterfreundlich

10 Minuten für die Liebsten

Pausenzeiten sind in der Gastronomie eine sehr relative Angelegenheit. Pausiert wird, wenn Zeit dafür ist. Trotzdem ist es ratsam, den Rahmen für Pausen bereits vorab zu definieren, damit jeder Mitarbeiter weiß, wie viel Pause ihm oder ihr zusteht – und möglichst auch eine längere Pause an einem Stück bekommt. Der immer gleiche Ablauf einer Silvesternacht lässt sich zugunsten der Mitarbeiter auch in der Pausenplanung berücksichtigen. In der ersten Stunde nach Mitternacht wird sich beglückwünscht, in den Armen gelegen, es wird viel telefoniert und es werden noch mehr Kurznachrichten verschickt. Vielen ist es wichtig, sich bei Freunden und Familie zu melden, wenn auch nur kurz – egal ob im Dienst oder als Gast der Party. Wer seinem hart arbeitenden Team eine Freude machen will, ermöglicht jedem Mitarbeiter nach Mitternacht eine Pause von zehn Minuten, um sich bei den Liebsten zu melden – einer nach dem anderen. Angesichts der Hektik zu jener Stunde, mag die Idee kaum umsetzbar erscheinen. Den dafür nötigen, geordneten Freiraum zu schaffen, ist allerdings eine Teamleistung von der letztlich jeder profitiert. Ein gutes Team ist in der Regel bereit, diese Leistung gemeinsam zu erbringen. Wer nicht überzeugt ist, kann die Idee beim oben erwähnten Team Dinner anbringen und die Mitarbeiter im Kollektiv entscheiden lassen.

Dankbarkeit

Entspanntes, Frohes Neues Jahr

Wer Silvester arbeitet, möchte am ersten Januar in der Regel nur noch eines: ausspannen. Das Team hat gut gearbeitet und sich den ruhigen Tag verdient. Damit das mit dem Entspannen auch funktioniert, bekommt jeder Mitarbeiter eine kleine „Dankeschön“-Tüte. Darin befindet sich: Eine Gesichtsmaske, Süßigkeiten, eine Badekugel, Tee, … was immer gefällt. Es geht um eine kleine Aufmerksamkeit, die die letzte Schicht des Jahres würdigt und einen schönen Empfang im neuen Jahr bereitet. Der Aufwand hierfür ist minimal und den Mitarbeitern wird es in positiver Erinnerung bleiben.

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