Geschäftsführer wissen um die Kraft, die es kostet, ein Unternehmen erfolgreich zu führen. Ob als seit Jahren eingesessener Betrieb oder junges Startup, manchmal braucht es Jahre, bis das Geschäft profitabel wird.

Doch das heißt noch nicht, dass alle Prozesse wirklich effektiv laufen. Trotz aller Bemühungen gibt es diverse Bereiche, in denen ein Unternehmen Geld verlieren kann. Wir zeigen Ihnen sechs potentielle Gefahrenherde, und wie Sie diese erfolgreich abstellen.

 

Schlechter Kundenservice

Mit der Zufriedenheit Ihrer Kunden steht und fällt der Erfolg Ihres Geschäfts. Verärgerte Kunden sind doppelt Gift für Ihre Profitabilität: Zum einen kommen diese nicht wieder und Ihnen entgehen die Einnahmen. Zum anderen sorgen unzufriedene Gäste durch ihre negative Mund zu Mund-Propaganda und schlechte Bewertungen in Onlineportalen dafür, dass Sie auch bei anderen Gästen oder potentiellen Neukunden einen schlechten Eindruck hinterlassen. Kaum etwas ist teurer, als neue Kunden zu gewinnen oder abgesprungene Gäste zu einem Wiederbesuch zu animieren. Diese unnötigen Ausgaben sollten Sie sich sparen. Der Kunde ist König! ist von daher kein ausgeleierter Sinnspruch, sondern darf Ihnen und Ihrem Team als täglicher Ansporn dienen.

 

Fehlerhafte Dienstplanung

Eine effektive Dienstplangestaltung ist ein aufwändiger Prozess. Kommt es hier zu Fehlern, kann das schnell ins Geld gehen. Beispielsweise, wenn Sie für eine Schicht zu viele Arbeitskräfte eingeteilt haben oder wenn während einer Schicht die Arbeit ausbleibt. In dem Fall haben sie Personal, das zum Nichtstun verdammt ist, samt der weiterlaufenden Lohnkosten. Um diese zu verringern, müssen sie Mitarbeiter nach Hause schicken, oder ihnen kurzfristig Schichten absagen. Diese Problematik trifft besonders bei nach Stunden bezahlten Aushilfskräften auf, denn Ihre festangestellten Mitarbeiter sollten Sie in jedem Fall einsetzen, da ihr Gehalt weiterläuft. Bei Aushilfskräften können Sie durch die Absage den Stundenlohn sparen. Allerdings sind diese oft auf die Einnahmen angewiesen und deshalb von der kurzfristigen Absage besonders betroffen. Geschieht dies häufiger, spricht das

  • für eine dauerhaft schlechte Dienstplanung
  • für Unzufriedenheit und Verdruss bei Ihren Aushilfen

Ersteres kostet, Letzteres führt zu erhöhter Fluktuation, da sich die Betroffenen lieber einen Job suchen, bei dem Ihre Einnahmen besser zu kalkulieren sind. Achten Sie deshalb darauf, dass sich die Schichtpläne stets am Bedarf orientieren. Eine Dienstplansoftware kann Ihnen dabei wertvolle Hilfestellung bieten.

 

Hohe Mitarbeiterfluktuation

Diese kann direkt aus einer schlechten Dienstplanung resultieren. Auch zu viel Stress und Druck auf die Mitarbeiter, eine zu niedrige Bezahlung, unkommunikative Führung oder ein schlechtes Betriebsklima können Gründe dafür sein, dass Ihre Mitarbeiter (zu) häufig wechseln. Der Zeitaufwand für die aufwändige Suche und Einarbeitung der neuen Kräfte kostet Sie ebenfalls Geld, ganz zu schweigen von den Kosten für die Schaltung von Stellenanzeigen. Berechnungen zufolge fallen durch die Fluktuation bis zu 25.000 Euro Kosten an. Zudem beanspruchen Sie das verbleibende Personal über Gebühr, da es für die gekündigten Mitarbeiter einspringen muss. Dies darf kein Dauerzustand sein, führt er doch ebenfalls zu Verdruss und Kündigungswunsch beim Mitarbeiter.

 

Zu teure Einkaufspolitik

Der Einkauf bietet vielfältiges Einsparpotential. Sie beziehen Lebensmittel, Getränke oder Restaurantausstattung stets von den gleichen Händlern? Auf der einen Seite ist dies sinnvoll und richtig, beispielsweise beim Kauf von frischem Gemüse, Fleisch oder Fisch, da sie sich bei Ihrem Händler in Punkto Qualität sicher sein können. Andererseits ist dies beim Ersatz von Geschirr oder Tischwaren nur in den wenigsten Fällen nötig. Hier haben Sie nicht zuletzt dank Google die Möglichkeit, bei jeder Bestellung nach dem für Sie passenden und günstigen Angebot zu recherchieren.  Allein dadurch sparen Sie bereits eine Menge Geld ein. Scheuen Sie sich deshalb nicht, die Konditionen mit Ihren Händlern von Zeit zu Zeit neu zu verhandeln. Genauso verhält es sich mit Ihren Dienstleistern, ob nun Facility Management, Serviceprovider oder Rechtsberatung: Durch die regelmäßige Revision der Verträge bei gleichzeitigem Check, welche zusätzlichen Angebote es auf dem Markt gibt, können Sie viel Geld sparen. Sie müssen sich nur die Mühe machen, Ihre Vereinbarungen ab und an zu überprüfen.

 

Ineffektive Ablaufprozesse

Wenn Ihr Servicepersonal andauernd nach passendem Geschirr suchen muss, da es ständig woanders gelagert wird, oder ein Mitarbeiter am Verkaufstresen häufig minutenlang nach dem gerade wieder verlegten einzigen Belegblock fahndet, vergeuden Ihre Mitarbeiter unnötig Zeit, da die Arbeitsprozesse nicht reibungslos laufen. Überlegen Sie also, wie Sie Voraussetzungen schaffen, damit ihre Beschäftigten effizient arbeiten können. Eine verbesserte Organisation und Ausstattung mit ausreichend Betriebsmitteln kann hier bereits viel bewegen. Der Kernsatz Zeit ist Geld trifft es vollkommen: Sorgen Sie durch eine optimale Organisation der Abläufe dafür, dass Ihr Personal effizient und reibungslos arbeiten kann, damit Ihre Kunden schnell und kompetent bedient werden. Sie werden sehen, neben dem eingesparten Geld durch Wegfall der überflüssigen Wartezeiten werden Sie zufriedenere Kunden und Mitarbeiter bekommen. Und dies zahlt sich auf lange Sicht ebenfalls aus.

 

Veraltete Marketingmaßnahmen

Seit dem Aufkommen des Internets können Sich Unternehmen ganz anders präsentieren. Die Schaltung von Anzeigen in Magazinen und Zeitungen geht zurück und auch der klassische Werbebrief ist nicht mehr für jede Branche zeitgemäß. Investieren Sie das gesparte Geld stattdessen in einen funktionierenden und regelmäßig aktualisierten Onlineauftritt mit ansprechenden Bildern. Durch SEO- und Google Adwords-Maßnahmen können Sie die Sichtbarkeit Ihres Angebots zusätzlich steigern. Auch die Nutzung von Social Media-Kanälen wie Facebook, Instagram oder Twitter sollten Sie in Betracht ziehen, da Sie hier sehr viel direkter mit Ihrer Zielgruppe interagieren können. So können Sie als Betreiber eine Cafés beispielsweise mit einem schönen Foto eines Flat White auf eine Preisaktion bei diesem Kaffee hinweisen. Im Vergleich zu klassischer Werbung ist dies bedeutend günstiger und Sie können Ihren Kundenkreis bei weitem exakter ansprechen.

 

Fazit

Unabhängig von der aktuellen Profitabilität Ihres Geschäfts: Als Manager sollten Sie ständig nach Wegen suchen, Ihre Gewinnsituation zu verbessern. Eine Überprüfung der Ist-Situation bei den sechs geschilderten potentiellen Problemfeldern kann Ihnen helfen, Kosten zu senken sowie gleichzeitig noch zufriedenere Kunden und Mitarbeiter zu bekommen. Darüber hinaus ist eine gute Prozesssteuerung maßgeblich für den Erfolg. Achten Sie darauf, dass Sie wichtige Geschäftszahlen stets im Blick haben und Ihr Personal mit Hilfe einer einwandfrei funktionierenden Dienstplan-Software steuern können, damit jeder Beschäftigte stets zur richtigen Zeit an dem Platz ist, wo er gebraucht wird.

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