Anfang März hatte unser Sales Director Oliver Gadow die Gelegenheit, an der Hotelfachschule Hamburg in einer Gastvorlesung mit dem Abschluss-Jahrgang zu diskutieren. Dabei ging es insbesondere um die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung in Bezug auf HR-Management. Wie lassen sich digitale Prozesse zur Mitarbeiterführung einsetzen? Was genügt dem digitalen Zeitgeist und wie steht’s um den Status Quo in der Branche? Das Engagement und Interesse der angehenden Führungskräfte hat uns so begeistert, dass wir eine Event-Reihe aus Vorlesungen und Workshops gemeinsam mit der Hotelfachschule und der Hospitality Sales & Marketing Association e.V. ins Leben rufen.

Doch zunächst zurück auf die Schulbank. Die zentralen Punkte der dortigen Präsentation und der anschließenden Diskussion haben wir kurz und knackig zusammengefasst:

  • Digitalisierung ist kein fest definierter Begriff. 2007, zur Einführung des ersten iPhones, bedeutete Digitalisierung noch etwas Anderes als heute. Phasen der Digitalisierung unterscheiden sich zudem örtlich. In den USA werden zum Beispiel weitreichendere, digitale Marketingmaßnahmen ergriffen, als in Deutschland. Fest steht trotzdem:
  • Ein Profil bei Xing oder Facebook und freies WLAN in den eigenen Räumlichkeiten genügen auch in Deutschland nicht mehr den Anforderungen einer digitalen Präsenz. Auch das Verschicken des Dienstplans in Form eines per Handy fotografierten Excel-Sheets, das anschließend per Whatsapp verteilt wird, hat nichts mit digitalen Prozessen zu tun.
  • Moderne Mitarbeiterführung beinhaltet vor allem Mitarbeitermotivation und -bindung. Ziel ist, die Mitarbeiter und das Wissen in der Firma zu halten. Selbst heute ist nicht jedem klar, dass eine hohe Fluktuation diesem Ziel völlig entgegensteht und extrem viel Geld kostet.
  • Maßnahmen zur Digitalisierung fokussieren bislang vor allem die Kunden – Möglichkeiten zur Online-Reservierung oder zum Check-in, Newsletter und Präsenz in sozialen Netzwerken wie Instagram. Hier werden Chancen vergeben, denn zufriedene Mitarbeiter leisten den besten Service – und der wiegt nach wie vor mehr, als das tolle Instagram-Bild.

Die Digitalisierung ist hier eine bislang unterschätzte Chance, denn:

  • Richtig eingesetzt, schaffen digitale Prozesse Transparenz und ermöglichen Flexibilität. Wer sie sauber gestaltet, bindet Mitarbeiter.
  • Transparenz kann auf diese Weise auch auf unternehmerischer Ebene Einzug halten: Statistiken zu Umsatz, Auslastung, Ausgaben und vielem mehr ermöglichen bessere Planung.

Wir danken den Studenten der Hotelfachschule Hamburg ganz herzlich für die spannende Diskussion und die vielen interessanten wie relevanten Fragen. Auch wir haben Einiges aus dieser Veranstaltung mitgenommen und sind uns ziemlich sicher: eine neue Generation von Führungskräften der Gastronomie- und Hotelbranche steht in den Startlöchern. Eine Generation, die verändern will und viel verändern wird.

Ausserdem empfehlen wir Ihnen

5 Tipps, wie sich Konflikte im Team lösen lassen

Leticia Garcia

Leticia Garcia

7 Min. zu lesen

Horizontaler Respekt: Anerkennung auf Augenhöhe

Leticia Garcia

Leticia Garcia

6 Min. zu lesen

Digitalstrategie: Macht Facebook die eigene Webseite überflüssig?

Leticia Garcia

Leticia Garcia

8 Min. zu lesen

Kommentare