„TEAM = Toll, ein Anderer macht’s.“ Auf diese ‚Faustregel’ (wenn man das denn so nennen kann) sind wir bei unserer Recherche zum Thema Teamwork gestoßen. Hatten wir vorher noch nie gehört. Vielleicht hat sie es deshalb nicht so zu einer großen Bekanntheit geschafft, weil es einfach Nonsens ist.

Denn Team bedeutet ja beinahe etwas Gegenteiliges und ist nicht nur ein Begriff für die Gesamtheit aller Mitarbeiter. Team meint auch Kollegialität, Zusammenhalt, Verständnis, an einem Strang zu ziehen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen – in der Gastronomie also in erster Linie: den Gast glücklich machen. Denn nur so wird ein Betrieb erfolgreich.

Die Besonderheit von Teams in der Gastronomie

In der Gastronomie (sowie in der Hotellerie) wird in der Außenkommunikation viel vom Team gesprochen: „Unser Team begrüßt Sie!“, „Unser Team wünscht Ihnen…“. Dabei ist der Aufbau und die Stärkung eines richtigen Teams in der Branche eine größere Herausforderung als in anderen Berufen. Das Personal wechselt häufiger oder das Team wird zu bestimmten Saisons erweitert, sodass sich das Stammpersonal regelmäßig auf neue Konstellationen einstellen muss.

Wie gelingt es also, ein Kollegium, sozusagen einen bunten Haufen an Individuen, zu einem richtigen Team zu entwickeln, das sich vertraut, unterstützt und so den Betrieb erfolgreich macht? Oder anders gefragt: Wie kommt der Teamgeist ins Team?

Great team

1 | Positive Kommunikation 

Klarer Leitsatz hier: „Der Ton macht die Musik.“ Ein freundlicher Umgang miteinander – egal auf welchen Ebenen – gibt jedem ein gutes Gefühl sowie Vertrauen und damit auch die Freude darüber, Teil eines so harmonischen Teams zu sein. Das wiederum steigert die Motivation bei der Arbeit. Stellen Sie also sicher, dass sowohl leitende Personen als auch Mitarbeiter untereinander respektvoll miteinander sprechen. Gibt es Schwachstellen, sollte das Problem angesprochen oder gegebenenfalls durch ein Coaching oder einen Workshop behoben werden.

2 | Vertrauen zeigen

Spüren Mitarbeiter, dass ihnen auf die Finger geschaut oder sie permanent kontrolliert werden, erweckt das den Eindruck von Misstrauen. Das wiederum kann in Frustration münden. Dem Team also Freiheiten zu lassen oder sogar etwas mehr Verantwortung zu geben, kann zu einem Gefühl von Stolz und Wertschätzung führen. Mit Planday können Teammitglieder beispielsweise selbständig Schichten tauschen. Der Umweg über den Betriebsleiter fällt weg und das Team organisiert sich ganz oder teilweise selbst.

3 | Stärken & Schwächen kennen

Jeder Part eines Teams hat seine Stärken und Schwächen. Diese bestens zu kennen, ermöglicht es, Mitarbeiter richtig einzusetzen. Ob das Eindecken von Tischen, die Weinberatung, der Umgang mit Familien und Kindern, Ideen für Menüs – so bekommt jeder innerhalb des Teams sein Profil und erkennt selbst, was er vorher noch gar nicht über sich wusste. Das Team als Katalysator für die Selbstfindung sozusagen.

4 | Rituale zur Wertschätzung

Um das Team nicht nur hinsichtlich seiner Performance, sondern auch auf einer persönlichen Ebene zu stärken, können Rituale eingeführt werden. Eine Möglichkeit wäre hier ein Kalender, in dem Geburtstage und ggf. auch Jubiläen (z.B. ein Jahr, fünf oder zehn Jahre im Unternehmen) gelistet und dann mit kleinen Aufmerksamkeiten gefeiert werden. So geht es in der Beziehung zwischen Mitarbeitern und dem Unternehmen nicht immer nur um das Geschäftliche, sondern auch um die persönliche Bindung – natürlich in angemessenem Rahmen.

Gute Zusammenarbeit

5 | Flache Hierarchien

Flache Hierarchien sind mittlerweile zu einem Buzzword der Startup-Welt mutiert. Das heißt nicht unbedingt, dass die Idee schlecht ist. Klar, am Ende gibt es doch immer Manager und Betriebsleiter, die mehr Verantwortung tragen als andere Kollegen. Wichtig ist hierbei nur, wie diese Rollen gelebt werden. Gehörte es früher zum Chefsein dazu, Mitarbeiter streng autoritär zu behandeln, unterstützt ein guter Chef heute sein Mitarbeiter bei ihrer Entwicklung, behandelt sie gleichwertig und fragt – wenn möglich – in entsprechenden Angelegenheiten auch nach ihrer Meinung und Einschätzung. Es wird also nicht mehr „FÜR jemanden“ sondern „MIT jemandem“ gearbeitet.

6 | Gemeinsame Entscheidungen

Vor allem, wenn es um neue Kollegen geht, sollten Angestellte nach ihrer Meinung gefragt werden. Immerhin ist es am Ende das Team, das mit dem neuen Kollegen zusammenarbeiten wird. Es sollte bei der Entscheidung also nicht übergangen werden, sondern nach dem Probearbeiten des potenziellen neuen Mitarbeiters die Chance bekommen, Feedback zu geben. Dieses Feedback sollte bei der Entscheidung für oder gegen einen neuen Mitarbeiter berücksichtigt werden.

7 | Teambuilding

Ob eine Wanderung mit Alpakas, Bowling, Karaoke oder auch einfach nur zwei, drei gemeinsame Gläser Wein nach Feierabend – es gibt Teambuilding-Maßnahmen für die unterschiedlichsten Bedürfnisse. Wichtig auch hier: Das Team sollte bei der Planung eingebunden werden, damit sich niemand gezwungen füllt. Wir haben schon einmal aufgeschrieben, was bei der Auswahl eines passenden Teambuilding-Events außerdem noch beachtet werden sollte.

So einzigartig wie jedes Gastronomie-Unternehmen sind auch die jeweiligen Teams. Und so divers sind wiederum die Maßnahmen, die nötig sind, um das Team auf seinen optimalen Stand zu bringen. Es sollte jedem Unternehmen also ein Anliegen sein, diese Maßnahmen zu definieren. Denn „wo Gemeinschaft herrscht, da herrscht auch Erfolg“ (Zitat von Publilius Syrus).

Kommentare

Ausserdem empfehlen wir Ihnen

Stefan Brehm von Gastrofix über das smarte Kassensystem und die Zukunft der Branche

Leticia Garcia

Leticia Garcia

7 Min. zu lesen

Das deutsche Team von Planday: Michael Scheiblich

Leticia Garcia

Leticia Garcia

5 Min. zu lesen

Customer Spotlight: VITO in Basel

Leticia Garcia

Leticia Garcia

6 Min. zu lesen