Ohne ist das neue Mit: Gluten, Laktose, tierische Produkte, Kohlenhydrate, Zucker, Nüsse, Histamine, Alkohol.

Durch Intoleranzen, Allergien und vor allem große Food-Trends und Gesundheitsbewegungen werden die Ansprüche an Essen und Getränke immer komplexer und individueller.

So kommt man privat schon oft ins straucheln, wenn man Geburtstage feiert oder Freunde und Familie zum Grillen einlädt. Jeder hat so seine ganz eigenen „Ernährungs-Macken“, für die Lösungen und Kompromisse gefunden werden müssen. Denn als guter Gastgeber will man natürlich für jeden was in petto haben. Simone verträgt kein Gluten, Jonas isst vegan und Julia macht gerade ein Zucker-Detox. Da auf einen grünen Zweig zu kommen, ist meist der anstrengendste Part bei solchen Einladungen.

Trends testen

Man kann sich also zu gut vorstellen, was der Frei-von-Trend für Gastronomen und Hoteliers bedeutet, die ihre Gäste regelmäßig mit Frühstücksbuffets, Menüs und Mittagstischen glücklich machen wollen. Das kann schon mal Zeit und auch Nerven kosten, weil die Anforderungen, Unverträglichkeiten und Allergien heute so divers sind, dass sich gar nicht mehr alles abdecken lässt. Trotzdem birgt der aktuelle Trend der „Ungredients“, d.h. Produkten, die sich vor allem dadurch auszeichnen, dass sie etwas nicht enthalten, Chancen für die Gastronomie und Hotellerie.

Ungredients

Klare Positionierung

So, wie in den Supermärkten mittlerweile eigene „Glutenfrei“- und „Vegan“-Regale stehen, gibt es auch in der Gastronomie und Hotellerie solche Spezifizierungen: vegane Restaurants, Raw-Food-Cafés, Bio-Hotels. Das Alleinstellungsmerkmal ist deutlich, die Konkurrenz (noch) nicht groß, das Pionier-Potential riesig. Natürlich gehört dabei eine ordentliche Portion Mut und auch Identifikation mit dem angebotenen Konzept dazu. Denn wer will schon ein Low-Carb-Bistro aufmachen, wenn er Pizza & Pasta über alles liebt?

Neue Kunden gewinnen

Durch die Anpassung der Karte mit Alternativen für eine bestimmte Frei-Von-Zielgruppe lassen sich neue Gäste anlocken. Ein Pizzaladen, der nun auch glutenfreie Alternativen parat hat, schließt Kunden mit einer Intoleranz plötzlich nicht mehr aus, sondern lädt sie ein.

Gesundheitsbewegungen

Trends testen

Welche der Food-Bewegungen sind nachhaltig und stärken das Geschäft? Wer neue Trends und Anforderungen genau beobachtet, kann diese in kleinen Testläufen auf ihre Rentabilität prüfen – bspw. durch eine neue Variante in der regulären Karte – und bei Erfolg ausbauen oder gegebenenfalls auch wieder aus dem Angebot nehmen.

In jedem Fall ist es wichtig, die Gäste, die man mit seinem Angebot glücklich machen möchte, vorab zu definieren. Auf welche Trends und Zielgruppen will man sich spezialisieren? Wen schließt man damit aber auch aus? Eines ist auf jeden Fall jetzt schon klar: Bei dem aktuellen Zeitgeist, der so viele Food-Bewegungen und Gesundheitstrends wie nie zuvor hervorbringt, ist es unmöglich jedermann glücklich zu machen.

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