Felix Bresser ist Teil der Geschäftsführung und Theaterleiter des WOKI-Kinos in Bonn, das Anfang des Jahres mit dem Titel „Deutschlands Lieblingskino 2017“ ausgezeichnet wurde. Seit etwas mehr als zwei Monaten hat das Unternehmen mit seinen 33 Mitarbeitern Planday im Einsatz. Angeschafft wurde Planday insbesondere für die Organisation der Schichten, mittlerweile erfolgt allerdings auch die Lohnauswertung über das System. Im Interview verrät der für die Bereiche Personal und Marketing zuständige Geschäftsführer, wie die CineVision Filmtheater GmbH auf Planday gekommen ist und wie das Fazit nach den ersten Monaten lautet. Nicht nur aus Sicht der Geschäftsführung, sondern auch aus Perspektive des jungen Teams, mit dem sich das WOKI-Kino die Auszeichnung erarbeitet hat.

Hallo Felix, erzähl doch kurz, wie du selbst in der Kino-Branche und beim WOKI-Kino gelandet bist.

Ganz klassisch: Während des Studiums habe ich im Kino gejobbt, dann wurde aus dem Neben- ein Hauptjob und ich bin geblieben. So geht es vielen bei uns in der Branche.

Was hat es mit dem Bonner Traditionskino WOKI auf sich?

Das Haus und unser Unternehmen gibt es in dieser Form seit 1998. Erbaut wurde das Kino allerdings schon 1956 und unter dem Namen Universum Lichtspiele eröffnet. Der Name WOKI ist eine Hommage an ein von 1954 bis 1984 betriebenes Kino unweit des Hauptbahnhofs, das den gleiche Namen trug. Seit der Eröffnung vor knapp zwanzig Jahren hat sich allerdings viel getan, insbesondere im Rahmen des großen Umbaus 2015. Wir haben das Kino entkernt und komplett modernisiert, zum Preis von gut zwei Millionen Euro. Vorher hatte das WOKI zwei Säle, dann wurden es drei. Seitdem ist die Programmvielfalt größer geworden, die Auslastung der Sitze höher und der Besucherzuwachs beträgt ungefähr zwanzig Prozent. Mit Festangestellten und Aushilfen haben wir insgesamt 33 Mitarbeiter. Wir sind ein Markthaus. Das heißt, die meisten Filme, die wir zeigen kommen aus dem Blockbuster-Segment. Daneben haben wir diverse themenspezifische Filmreihen, in denen auch Arthouse und Klassiker gezeigt werden. Und das Thema Menschenrechte wird großgeschrieben: Wir haben eine Zusammenarbeit mit Amnesty International und zeigen einmal im Monat ausgewählte Filme zum Thema Menschenrechte, zu denen es auch eine Einführung gibt und eine anschließende Publikumsdiskussion. In Sachen Sitzauslastung sind allerdings insbesondere die vier Sneak-Previews pro Woche kaum zu toppen.

Dann gehört ihr zu den wenigen unabhängigen Kinos, die noch echte Erfolgsgeschichte schreiben.

Das kann man so sagen. Wir sind glücklich damit, wie es läuft – noch mehr seit dem Umbau. Und seitdem wir den Titel „Deutschlands Lieblingskino“ haben, sind die Besucherzahlen definitiv nochmal ein Stück nach oben gegangen.

Auch intern ist Bewegung drin, wie die Einführung von Planday zeigt. Wie seid ihr mit dem Unternehmen in Kontakt gekommen?

Planday hat sich auf dem Kinokongress in Baden-Baden vorgestellt. Wir waren schon beim ersten Kontakt auf einer Wellenlänge, weil das Team ähnlich jung ist wie unser eigenes. Die wichtigsten Features hat man uns direkt am Stand gezeigt und wir haben relativ schnell gemerkt, dass das System für uns interessant ist. Tatsächlich waren wir auch auf der Suche nach etwas, mit dem wir Dienstplanung, Unternehmensstruktur im Allgemeinen und Kommunikation verbessern können. Der Abschluss kam dann auch recht schnell zustande. Nicht zuletzt, weil Planday auch preislich attraktiv war. 

Was hat euch an Planday überzeugt?

Viele Systeme rund um die Schicht- und Personalplanung sind gar nicht für den Kino-Bereich gemacht, sondern eher für die Gastronomie. Wir haben eine Lösung gesucht, die wirklich passt und flexibel ist. 

Kannst du da ein konkretes Beispiel nennen?

Normalerweise startet die Woche am Montag und endet am Sonntag und wird dementsprechend auch in der Maske abgebildet. Die Kino-Woche, nach der wir arbeiten, startet allerdings am Donnerstag und endet am Mittwoch. Diese Anpassung hat uns einen Anruf gekostet und noch während des Telefonats wurde die Ansicht umgestellt. Das meine ich mit Flexibilität. Wir haben das Gefühl, es wird permanent mit uns zusammengearbeitet.

Wofür genau setzt ihr Planday ein?

Das Hauptaugenmerk liegt klar auf der Dienstplanung. Mittlerweile machen wir allerdings auch die Lohnauswertung komplett mit Planday. Wir haben das einen Monat lang getestet, das heißt: Die Mitarbeiter haben sich mit dem alten System zur Zeiterfassung ein- und ausgestempelt und parallel auch Planday dafür genutzt. Das haben wir gegengecheckt, kontrolliert und dabei gemerkt, dass das System zuverlässig ist. Für uns auch sehr wichtig: Mitarbeiterkommunikation. Mit der Einführung durch Planday hat sich das enorm verbessert. Über die Pinnwand können wir unsere Mitarbeiter zeitgleich und direkt informieren. Auch der Dokumente-Ordner ist praktisch. Wir legen darin sämtliche Dokumente ab, die für unsere Mitarbeiter wichtig sind. Und weil es möglich ist, Lesebestätigungen anzufordern, können wir auch sichergehen, dass relevante Informationen wirklich bei den Mitarbeitern ankommen. 

Wie hat sich die Dienstplanung durch den Einsatz von Planday verändert?

Die Kommunikation mit den Mitarbeitern und auch unter den Mitarbeitern hat sich extrem verschlankt. Deutlich weniger E-Mails, weniger Whatsapp, das meiste läuft über Planday. Das sind also die drei Bausteine: Dienstplanung, Kommunikation, Löhne. Wir sind allerdings noch nicht lange dabei, und probieren weiterhin fleißig Dinge aus. Ich bin mir relativ sicher, dass noch weitere Funktionen hinzukommen werden, die für uns interessant sind.

Wie haben die Mitarbeiter auf die Einführung von Planday reagiert?

Erstaunlich positiv. Ich hatte durchaus Bedenken, denn tiefgreifende Veränderungen lösen in der Regel schon ein wenig Verunsicherung oder auch Unwillen bei den Mitarbeitern aus. Wir hatten diese Erfahrung schon bei der Einführung eines neuen Kassensystems gemacht. Bei Planday war das aber tatsächlich anders. Viele Mitarbeiter haben sich regelrecht gefreut. Ich habe mit jedem einzelnen eine Schulung von zirka 15-30 Minuten durchgeführt und diese Zeit hat auch für das Verständnis des Systems gereicht. Alles ist sehr intuitiv und Learning-by-Doing erledigt dann den Rest. Was ich noch interessant fand: Ich habe durch die Einführung mitbekommen, welche Smartphones die Mitarbeiter besitzen. Da ist wirklich die ganze Brandbreite von Herstellern und Typen vertreten und die App läuft auf allen Systemen einwandfrei. Nur auf dem alten iPhone 4 einer einzigen Mitarbeitern funktionierte die App nicht. Aber das ist zu verschmerzen.

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