STAFFBOOK will die Personalsuche für Arbeitgeber aus der Gastronomie und Hotellerie vereinfachen. Auf der Plattform können Arbeitgeber nicht nur aktuelle Stellenanzeigen einstellen, sondern ihr Unternehmen vorstellen und sich direkt mit potentiellen Mitarbeitern vernetzen. 30.000 Arbeitnehmer-Profile sind bereits Teil der Job-Community, 3.000 neue Nutzer melden sich monatlich neu an. Axel Hildebrandt, Projektleiter bei STAFFBOOK, nennt das Netzwerk auch „das Xing der Branche“.

Axel, woher kam die Motivation, STAFFBOOK zu gründen?

Der Großteil unseres Teams kommt aus der Gastronomie und kennt daher die Bedürfnisse, Sorgen und Nöte der Unternehmen. Sven, einer unserer Gründer, hat im Vertrieb der Getränkebranche gearbeitet und dort viel von den Problemen der Gastronomen mitbekommen. Ihm war klar, dass es beim Thema Personal eine neue Lösung brauchte.

Ich selbst komme aus dem Medienbereich, habe verschiedene Online-Portale aufgebaut und betreut. Ich kenne also das Potential, das Plattformen bieten. Da die Gastrobranche relativ eng vernetzt ist, machte es absolut Sinn, das Ganze auf einen Online-Kanal zu übertragen, um das Netzwerk und damit die Personalsuche zu digitalisieren.

XING für das Gastgewerbe

Wie problematisch ist das Thema Personal?

Extrem problematisch. Gutes Personal zu finden, ist die größte Herausforderung für die Branche. Laut Dehoga ist die Nachfrage nach gutem Personal in den letzten Jahren extrem gewachsen. Und sie wird auch in nächster Zeit erstmal nicht abnehmen.

Woran liegt es, dass die Nachfrage so steigt?

Zum Einen war die Gastronomie schon immer stark von der Wirtschaft und dem Konsum der Menschen abhängig. Da es Deutschland sehr gut geht, gehen die Menschen mehr essen und fahren öfter in den Urlaub. Durch dieses Wachstum ist natürlich auch der Personalbedarf bei den entsprechenden Berufen gestiegen.

Zum Anderen konkurriert die Gastronomie und Hotellerie stark mit anderen Branchen, die ähnliche Anforderungen wie Organisationstalent, Belastbarkeit und kundenorientiertes Verhalten an ihre Mitarbeiter haben, dabei aber bessere Arbeitszeiten und Bezahlung bieten.

Siehst du die Arbeitszeiten als einen entscheidenden Grund dafür, dass die Branche für Arbeitnehmer nicht so attraktiv scheint?

Nein, denn das war ja schon immer so. Es ist eher so, dass die Branche in den letzten Jahren leider etwas an Glanz verloren hat, da andere Berufe – zumindest auf den ersten Blick – attraktiver wirken. Hier wollen wir ansetzen und Arbeitnehmern zeigen, dass eben auch die Gastronomie und Hotellerie attraktiv sein kann. Es wird mit viel Leidenschaft gearbeitet und man kann auch gut verdienen. Denn neben dem Grundgehalt ist das Trinkgeld ein sehr interessante Variable – sowohl für den Service als auch oft für die Küche.

Zudem gibt es in der Branche extrem viele Möglichkeiten und eine vielfältige Auswahl an verschiedenen Jobs, sodass jeder das bestmögliche Unternehmen für sich finden kann.

Durch das Matching bei STAFFBOOK können Arbeitnehmer schon von vornherein wesentlich besser entscheiden, ob ein Betrieb zu ihnen passt oder eben nicht.

XING für die Gastronomie

In vielen Branchen spielt das Thema Mitarbeiterzufriedenheit eine immer bedeutendere Rolle. Kernarbeitszeiten, Home Office und Sabbaticals – alles Themen, die für die Gastrobranche natürlich eher unmöglich sind. Wird das Thema trotzdem mit passenden Lösungen angegangen?

Klar, denn auch hier legen Arbeitnehmer mittlerweile mehr Wert auf gute Bedingungen und ein passendes Umfeld. Um einen guten Einblick zu bekommen, können sich Arbeitgeber hierfür auf STAFFBOOK mit einem Profil im Instagram-Stil vorstellen. So bekommen potentielle Mitarbeiter einen Eindruck, wie es vor Ort aussieht und ob die Atmosphäre  und das Team passen könnten. Es will eben nicht jeder im Anzug im schicken Sternehotel arbeiten, sondern vielleicht lieber in einer hippen Bar, in der Tattoos und Sneaker absolut angemessen sind. Zudem können Arbeitnehmer durch Bewertungen anderer Nutzer detaillierte Einblicke in den Betrieb bekommen.

Klar ist am Ende immer noch das Probearbeiten der finale Entscheidungsfaktor. Nichtsdestotrotz wollen wir Arbeitnehmer und -geber schon vorab bestmöglich matchen, sodass Leute theoretisch auch blind über STAFFBOOK eingestellt werden könnten.

Was können Arbeitgeber aus eurer Sicht bei der Suche nach passendem Personal besser machen?

Empfehlungen und Kontakte sind nach wie vor der beste Kanal, um passende Mitarbeiter zu finden. Warum also das eigene Netzwerk nicht online erweitern und neue Kontakte knüpfen? Das wiederum bedeutet aber: Aktiv werden! Es reicht nicht mehr, eine Stellenanzeige online zu stellen und auf Bewerbungen zu warten. Arbeitgeber sollten aktiv auf potentielle Mitarbeiter zugehen und entsprechende Plattformen, zu denen STAFFBOOK ja auch gehört, nutzen. Klar, das kostet natürlich Zeit und wir wissen, dass Gastronomen davon nicht allzu viel haben. Deshalb unterstützen wir da gerne und schlagen auf der Plattform passende Kandidaten vor.

Zusätzlich ist Authentizität ein großes Thema. Arbeitgeber sollten keine Erwartungen aufbauen, die dann enttäuscht werden.

Wie hat die Digitalisierung die Personalsuche verändert?

Digitalisiert wurde die Personalsuche an sich schon vor einigen Jahren, als Online-Stellenmärkte im Internet auftauchten. Allerdings ist es bisher auch dabei geblieben. Mit STAFFBOOK bieten wir eine neue, digitale Lösung an, die über das bloße Hochladen von offenen Stellen hinausgeht.

In welchen Bereichen ist die Nachfrage besonders groß?

Stellen für Köche oder für das Front Office, bei denen eine längere Berufserfahrung erforderlich ist, sind am schwierigsten zu besetzen. Dort ist der Fachkräftemangel besonders ausgeprägt. Aber auch Servicekräfte werden immer händeringend gesucht. Was die Qualifikationen angeht, wird von Berufseinsteigern bis zum Fachpersonal alles gesucht.

Mitarbeitersuche

Eine Abschlussfrage noch: Gibt es ein Nutzerfeedback, das euch noch besonders in Erinnerung geblieben ist?

„STAFFBOOK ist die Zukunft.“ Das sagte ein Barbesitzer aus Berlin, weil er so happy mit unserem Servicepaket war. Bei diesem Paket übernehmen wir das Setup und die Pflege des Accounts, d.h. wir legen die Stellenanzeigen an. Durch die Verbreitung in unserer Job-Community mit aktuell 30.000 Arbeitnehmern und auf weiteren Kanälen schaffen wir eine riesige Reichweite. Das spart dem Arbeitgeber jede Menge Zeit und Nerven, sodass er sich voll und ganz auf sein Geschäft konzentrieren kann.

Na dann: Auf in die Zukunft mit STAFFBOOK. Axel, vielen Dank fürs Beantworten unserer neugierigen Fragen und weiterhin viel Erfolg für eure Job-Community!

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