Die Führung eines Lokals und eines Teams ist Chefsache. Und eine große Kunst. Erfolgsdruck, Verantwortung für Mitarbeiter, „der Chef“ zu sein und damit gefühlt eher über dem Team zu stehen statt ein Teil davon zu sein – eine große Herausforderung. Gibt es, um sie zu meistern, eigentlich DEN einen richtigen Weg, ein guter Manager zu sein und die perfekten Bedingungen für sich selbst, seine Mitarbeiter und die Gäste zu schaffen? Die nötigen Maßnahmen sind natürlich abhängig vom eigenen Charakter, der Teamstruktur sowie dem Konzept des Unternehmens und damit höchst individuell. Ein paar Grundregeln gibt es aber trotzdem.

Leader sein

1 | Planung im Blick haben

Ist genügend Ware da oder bestellt? Sind die Schichten ordentlich geplant? Weiß jeder über aktuelle Reservierungen Bescheid?

Woran Sie erkennen, dass Sie bereits ein guter Manager sind? Sie denken sich bei diesem Punkt: „Das ist ja wohl selbstverständlich!“

2 | Mitarbeiter motivieren

Mindestens genauso wichtig ist das Verhältnis und der Umgang mit den Kollegen. Grüßen Sie Ihre Mitarbeiter? Bringen Sie gute Stimmung in das Team? Denn sowohl gute als auch schlechte Laune übertragen sich auf das Team und somit auf die Gäste. Kennen Ihre Mitarbeiter die Karte, um Gästen Empfehlungen zu geben oder bei Allergien zu warnen?

Wird das Team um seine Meinung zu Abläufen und Angeboten gefragt? Werden die Mitarbeiter auf Fehler hingewiesen und für positive Abläufe gelobt? Wertschätzung und konstruktiv verpackte Kritik lassen das Team wissen, was in Zukunft optimiert werden muss und beibehalten werden kann. Werden Erfolge ab und an auch gemeinsam gefeiert, z.B. nach einem erfolgreichen Abend, einer guten Woche oder einem Event? Hat das Team Vertrauen in den Manager, weil es bei Veränderungen sofort informiert und eingebunden wird?

Mehr zum Thema Mitarbeitermotivation als extrem wichtigen Teil der Gastronomie gibt es übrigens in diesem Artikel.

Mitarbeiter führen

3 | Abläufe kennen

Ein guter Gastro-Manager sollte sich nicht zu fein sein, alle Schritte im Betrieb genau zu kennen. Wie werden die Tische eingedeckt, wie sind die Abläufe in der Küche, wie funktioniert die Kasse, wie wird die Glühbirne gewechselt und wo steht der Besen? Das sorgt nicht nur für mehr Akzeptanz beim Team, sondern macht es möglich, sich in die tägliche Arbeit der Kollegen hineinzudenken und so Optimierungspotential zu erkennen oder Hürden von Mitarbeitern nachvollziehen zu können.

4 | Delegieren lernen

Ein Fehler vieler Manager: Aus einem zu starken Verantwortungsbewusstsein heraus zu viele Aufgaben bei sich zu behalten. Gerade als Manager ist es wichtig, Aufgaben abzugeben, die Ihre Mitarbeiter genauso gut erledigen können – auch wenn Sie sich im Notfall nicht scheuen sollten, auch dort einzuspringen. Kümmern Sie sich ansonsten aber lieber um die Dinge, für die Sie unabdingbar sind.

5 | Kontakt zu den Gästen pflegen

Gelegentlich bei Gästen nachzuhaken, wie ihnen ihr Besuch gefallen hat, kann sehr aufschlussreich für Optimierungen sein: Haben sie sich in der Einrichtung wohl gefühlt? Waren sie mit dem Service zufrieden? Hat das Essen geschmeckt? Das gibt Ihnen nicht nur wertvolles Feedback, sondern den Gästen auch ein tolles Gefühl, als wichtig wahrgenommen zu werden.

Gutes Management

6 | Relevanz von Social Media erkennen

Social Media ist heutzutage extrem wichtig für die Gastronomie: Virale Effekte durch das Taggen der Location, Empfehlungen an Freunde über die Teilen-Funktion und Posten von Bildern mit Verlinkung zum Profil des jeweiligen Lokals können die Reichweite enorm steigern.

Außerdem sollten regelmäßig Kommentare, Nachrichten und Bewertungen auf den Kanälen gecheckt werden, um bei Kritik (und auch Lob) entsprechend zu reagieren und Erkenntnisse aus dem Feedback der Nutzer zu ziehen.

Mehr zur Relevanz von Social Media für die Gastronomie gibt es in diesem Artikel.

7 | Ideen für Leerlaufzeiten entwickeln

Dienstag ist im Lokal kaum was los? Generell kommen zwischen 16 und 19 Uhr kaum Gäste? Ein guter Manager erkennt, dass es hier an der Zeit ist, kreativ zu werden. Mit welchen Angeboten und Specials lassen sich diese Zeiten höher frequentieren? Gibt es – je nach Zielgruppe des Lokals – neue Ideen neben Mittagstisch, Happy Hour und Taco Tuesday? Eventuell entstehen hier sogar im Team die besten Ideen. Denken Sie an Regel Nr. 2 und binden Sie Ihre Mitarbeiter und deren Ideen direkt mit ein.

Haben Sie noch weitere wertvolle Tipp parat, die wir hier vergessen haben? Dann gerne ab damit in die Kommentare. Und natürlich viel Erfolg auf dem Weg zum perfekten Gastro-Manager!

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